Darum geht es: Finden eines Lecks und Trockenlegen des Bettes

Einleitung:
Wenn das Wasserbett plötzlich zum Nassbett mutiert dann ist erst mal eines wichtig: RUHE BEWAHREN !

Da die Kerne drucklos sind, wird hier in der Regel kein Wasser sprudeln. Im Unteren Bereich verschließt der Druck des Kernes (Gewicht) in der Regel Löcher sehr gut. Die Sicherheitswanne fängt das Wasser auf und somit ist auch nicht zu erwarten das der Nachbar unten drunter gleich eine Dusche im Wohnzimmer hat.

Daher erst einmal Ruhe bewahren und das Bett rundherum trocken legen.

Kontrollieren:
- steckt etwas in der Auflage? Schere, Nagelfeile, Ohrstecker oder ähnliches? Selten, aber kann ja mal sein.
- Ist der Einfüllstutzen dicht? Der Deckel richtig aufgeschraubt und nicht schräg.
- Ist der "Innendeckel" eingesetzt. In den offenen Einfüllstutzen wird zunächst ein kleiner Innendeckel (wie ein Smaties-Verschluss) eingesetzt und dann erst der Deckel aufgeschraubt. Der Innendeckel muss bündig, gerade drin sitzen.


Bett trocken legen:
Wichtig: Die Kerne nicht bewegen/zu weit nach innen schieben! Die Kerne liegen satt am Boden und an den Seiten an, so das kein Wasser unten den Kern kann. Durch den Druck bleiben die Kerne fest und dicht an der Bodenplatte und die Fläche unter den Kernen ist dadurch eigentlich trocken wenn man sie eben nicht anhebt oder dem Wasser die Chance gibt drunter zu kommen.

Los gehts:
1. Auflage ganz abnehmen (zum trocknen auf die Wäschespinne/ständer)
Hinweis: Viele Auflagen dürfen nicht in den Trockner! Daher in der Eile nicht überstürzt in den Trockner werfen.

2. Wenn vorhanden Topliner entfernen

-> Speziell Harmony, Vollmantel: Deckel vom Vollmantel auf, trocken wischen, und dann hinter dem Kopfende runter fallen lassen damit man die Kerne frei vor sich hat. Beim alten Vollmantelmodell wo der Deckel abnehmbar ist, Deckel ganz abnehmen.

3. Einen dicken Stapel Hand-/Duschtücher holen, eben alles was trocken und gut saugfähig ist

4. Nun an einer Ecke anfangen und systematisch der Reihe nach arbeiten.

5. Handtuch der Länge nach an den Spalt zwischen Kern und Sicherheitswanne legen und dann zügig nach unten runter drücken.

6. nächstes Handtuch anlegen an das erste und wieder so verfahren

7. so einmal rund rum arbeiten

8. nun die Handtücher wieder in der selben Reihenfolge wieder raus und neue einschieben (die Nassen ggf. ab in die Trockner)

9. in dieser Art rundherum so lange arbeiten bis die Handtücher alle Nässe aufgesogen haben, das Bett also trockengelegt ist

Finden eines Lecks:

Es geht direkt nach Punkt 9. weiter.

10. Beobachten an welcher Stelle ein Handtuch als erstes wieder feucht/nass wird.

11. Diese Stelle erneut trocken legen und weiter kontrollieren.
Hinweis: Es kann sein, das sich etwas Wasser am Kernrand gesammelt hat und nun erst mal "nachrutscht". Daher nicht gleich beim ersten mal vermuten das hier ein Leck ist.

12. Dort wo ein Handtuch immer wieder neu nass wird, ist ein Leck zu suchen. Bei älteren Betten sind die Ecknähte manchmal die Übeltäter und lassen sich nur schwer dauerhaft flicken. Auf geraden Flächen halten hingegen Flicken in aller Regel sehr gut.
Hinweis: Für Wbetten gibt es im Wbett Fachhandel spezielle Flicksets. Auf keinen Fall "Fahrradflickzeug" nehmen!